23. September 2016

Hallo Herbst!



Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal spontan gebloggt habe. Muss schon länger her sein. Dabei hatte ich so oft Lust und so oft was zu sagen oder zu zeigen. Aber mein chronischer Zeitmangel hat mir leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schade eigentlich. Für „mal schnell was sagen / zeigen“ gibt es ja Instagram und Facebook und neuerdings die Stories auf Insta, die mir sehr viel Spaß machen. Die sind so direkt und ungeschminkt, ohne Konzept und Plan und einfach spontan. Das liebe ich sehr und eure zahlreichen Nachrichten zeigen mir, dass auch ihr meine Stories mögt.


Aber das Geschichtenerzählen auf meinem Blog fehlt mir sehr.

Und deshalb nehme ich mir heute mal die Zeit und schreibe. Denn wann passt die Zeit besser zum Schreiben und zum Resümieren als im Herbst. Das Leben verlagert sich langsam wieder von draußen nach drinnen, die Gartenmöbel sind verwaist und die Freibäder geschlossen. Ich liebe diese Zeit im Jahr! Alles geht – trotz beginnender Jahresendhektik – einen Schritt langsamer. Gefühlt und wenn man diese Gefühl zulässt. Die Natur entledigt sich langsam ihrer sommerlichen Fülle und wirft nochmal alles üppig in die Runde, was noch weg muss: Blütenpracht, Früchteüberfluss, Biomasse. Blätter ohne Ende. Rot-, Gelb- und Orange-Töne übernehmen das Kommando. Die Schatten werden länger, die Luft riecht würzig und herb nach Abschied.

Senfgelb ist und bleibt mein Herbstfarbenliebling! Ganz große Senfliebe!

Auch wenn uns die Schule und all ihre Pflichten nach den Sommerferien schon wieder in ihren Krallen hat, lässt es das Kleinvolk langsam angehen: Klassenreise, Verabredungen mit Freunden, Nachmittage zusammen auf dem Sofa. Hörbuch nach dem Waldspaziergang, Handarbeiten, Malen, erzählen. So wertvoll sind diese Stunden und ich bin dankbar für jede.



Neulich hatte ich unheimlich Lust mal wieder was zu sticken. Überhaupt hatte ich mal wieder Lust, etwas zu machen, was ich nicht muss sondern worauf ich Lust hatte. Also fuhr ich am Wochenende ins Einkaufszentrum, deckte mich mit Stickrahmen, Garn und Leinen ein und stickte wild darauf los. Abgesehen davon, dass ich dringend eine Nackenmassage brauchte, war das extrem meditativ. Sitzen, zählen, Nadel rauf, Nadel runter.

Ihr hattet mich auf Insta gefragt, was ich denn damit machen würde. Tja, mein Großer hat sich gleich für die Stickereien angemeldet und hatte auch gleich eine Idee, was ich damit anstellen soll. Kann man die auch in einen Rahmen machen, Mama? Kann man! Wer hätte gedacht, dass das coole Kleinvolk von heute auf klassische Handarbeiten steht lach? Jetzt hat er zwei Bilder an der Wand in seinem Zimmer hängen und hätte da gern noch viel mehr ganz verschiedene Bilder hängen. Ich schätze, demnächst macht er ein Pinterest-Board und wir müssen dringend einen Ausflug zum Möbelschweden machen und Bilderrahmen kaufen.



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Ich habe hier auf meinem Blog nie darüber geschrieben, aber ich hatte mich Ende letzten Jahres dazu entschlossen, in diesem Jahr keine neuen Klamotten zu kaufen. Schuhe und Accessoires ausgenommen. Was soll ich sagen? Ich finde, es fühlt sich großartig an! Ich habe mir noch nie so viel für mich selbst genäht, wie in diesem Jahr. Ein Lieblingsteil nach dem anderen. Mein bewussteres Einkaufsverhalten hat sich auch auf andere Käufe ausgewirkt. Ich überlege genau, was ich kaufe, woher es kommt und ob ich es wirklich brauche. Und ich muss sagen, dass ich mir sehr oft eingestanden habe, dass ich Dinge eben nicht brauche. Weil ich sie schön finde und gern besitzen würde, hat mir nicht mehr gereicht.

Im Umkehrschluss habe ich mir in diesem Jahr auch nur zwei Paar Schuhe gekauft. Weil ich eben auch da überlegt habe, ob ich sie wirklich brauche. Und gebraucht habe ich nur das Paar FlipFlops im März in Miami. Denn ich hatte meine in Hamburg vergessen. Das Paar Sneakers aus Amsterdam liebe ich zwar sehr, aber ordne es mal in die Kategorie „Souvenirs“ ein.

Dafür habe ich tolle neue Klamotten im Schrank, die ich alle selbstgemacht habe. Aus meinen eigenen Stoffen. Und das fühlt sich richtig gut an.


Ob ich viel Geld in diesem Jahr gespart habe, weiß ich nicht. Vielleicht habe ich öfter Mal Blumen gekauft oder mehr Geld für Konzerttickets oder Urlaube ausgegeben. Das sind aber alles Dinge, die der Seele schmeicheln und gute Erinnerungen hinterlassen. Und nicht mit einem Haufen gleichgesinnter im Schrank verschwinden und verstauben.

Den Cardigan und das T-Shirt, dass ich euch gestern auf Facebook und deren Entstehung in den Instagram-Stories gezeigt habe, werden bestimmt auch Lieblingsteile. Sie treffen genau meinen Geschmack, lässig aber auch ein bisschen schick. Ich liebe Ringel und Cardigans sowieso. Und ich bin ganz stolz, denn ich habe zum ersten Mal selbst ein Shirt für mich beplottet, bin ich dich erst seit kurzem Plotter-Besitzerin! Und weil es besonders besonders werden sollte, habe ich den Schriftzug auch noch selbst ge-handlettering-t. Ok, da hat der Perfektionist in mir wieder gnadenlos zugeschlagen.

Basic-Strickmantel von Ki-ba-doo aus Hipster Square Bubbles, Longsleeve von Lillesol Woman aus Albstoffe-Bio-Ringel

Good vibes alle zu mir!

Das sind sie: meine Souvenir-Sneakers aus Amsterdam!

Die Fotos habe ich übrigens alle mit Selbstauslöser gemacht – ist ja meistens keiner hier, der mich fotografieren mag oder kann. Da ich aber eine Fernauslöser-App auf meinem Smartphone besitze und meine Kamera dann auf 2 Sek. Fernauslöser stellen kann, tu' ich einfach mal so, als würde ich vor einem Fotografen-Team posen. Wobei ich dann wohl kaum so locker in die Kamera grinsen könnte lach!

So, nun freue ich mich auf ein wunderschönes Herbstwochenende. Heute Nachmittag kommt mein kleines Fräulein von ihrer Klassenreise an die Nordsee zurück und hat bestimmt ganz viel zu erzählen. Und morgen ist in Suburbia im Museumsdorf Erntefest. Wenn ich es schaffe, mag ich da gern hingehen. Ich liebe sowas!

Was mögt ihr am Herbst gern? Auf jeden Fall: genießt ihn!

13. September 2016

It's hip to be square – komm kuscheln, denn der Herbst bringt neue Stöffchen mit!


Ganz schön Stoff-lastig hier im Moment, oder? Aber hier trudelten auch in den letzten Wochen die tollsten Sachen ein! Heute will ich euch endlich mal ganz ausführlich die neue Herbst-Winter-Kollektion vorstellen, die ich für Albstoffe entworfen habe. Traumhaft schöne Jacquards aus Bio-Baumwolle, GOTS-zertifiziert und made in Germany. Frisch von der Schwäbischen Alb sozusagen.

6. September 2016

Hello, it's me! – neue Stoffe für kleine und große Individualisten


Es ist ja so: wenn Kinder kleiner sind, wollen sie am Liebsten aussehen wie der Freund oder die Freundin. Oder wie die Schwester, der Bruder oder die Cousine. Sie gehen gern im Partnerlook, kichern sich kaputt über die gleichen Socken oder das gleiche Shirt mit dem gleichen Monster drauf.

Und dann kommt langsam die Zeit, in der sie ihren eigenen Stil suchen und entdecken. Das beginnt bei manchen früher, bei manchen später. Manchen Menschen ist ihr eigener Stil ihr ganzes Leben lang sowas von wurstbanane. Aber die lesen hier eher nicht mit :).

30. August 2016

Be wild! Wilde Tiere auf ganz zahmen, weichen Jerseys... nicht nur für wilde Jungs!

Hui, wird aber Zeit, mal wieder den Staub hier vom Blog zu wischen! Ich finde das ja wirklich sehr sehr schade, dass hier nicht mehr so viel passiert. Aber um die vielen verschiedenen Social-Media-Kanäle zu bedienen, braucht man einfach Zeit. Und der Blog braucht am meisten Zeit. Liest sich aber – wie ich finde – immer noch am schönsten. Was meint ihr?

9. Juli 2016

Sehnsucht am Samstag: Cornwall

Constantine Bay

In diesem Jahr fahren wir nicht nach Cornwall. Wie konnte das bloß passieren? Vielleicht war es das Wetter? Oder die verrückte Idee, mal was anderes zu sehen (wir fahren in die Berge – crazy, oder?). Jedenfalls plagt mich schreckliches Fernweh, seit dem ich den letzten Klick zu unserer Urlaubsbuchung nach Südtirol getätigt habe. Und meine Bilder im Kopf sind keine Gebirgszüge in der Abendsonne, saftige Speckplatten und kristallklare Bergseen sondern wabernde Nebelschwaden über felsigen Buchten. Karg, einsam und wundervoll.

30. Juni 2016

Gute Zeiten für Hamburger-Liebe-Fans, die nicht nähen, aber auch mal etwas Obst auf dem Shirt, der Tasche oder der Handyhülle zeigen wollen!

Kirsch-T-Shirt trifft Apfeltasche für ein gemeinsames Obst-Event...

Mich erreichen immer wieder Mails von netten Menschen, die zwar meine Designs sehr mögen und meine Arbeit auf allen Kanälen verfolgen, aber die selbst nicht nähen. Nicht können, nicht wollen oder schlichtweg keine Zeit dazu haben. Die mich aber immer wieder fragen, ob man denn auch schon „was fertiges“ kaufen kann.

22. Juni 2016

Warum meine Nähmaschinen nun auch noch im Sommer beleidigt sind, seit wann Stricken cool ist und ein Gewinnspiel {Werbung}!



Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich im Herbst mit schöner Regelmäßigkeit dem Strickwahn verfalle. Meine Nähmaschinen üben sich dann in beleidigter Eifersucht, denn auf dem Sofa, in der Bahn oder im Wartezimmer können sie einfach nicht mithalten. Oder gibt es mittlerweile schon die kleine Nähbiene für Unterwegs? Lasst es mich wissen, falls ich etwas versäumt haben sollte!

Für meine unersetzlichen, aber reichlich unhandlichen Helfer aus dem Nähzimmer brechen schwere Zeite an: alle Anzeichen sprechen dafür, dass ich nun auch im Sommer an den Nadeln hänge. Also an den großen, langen. Da kamen nämlich neulich die netten Leute von We are Knitters um die Ecke mit ihrer neuen Sommerkollektion.